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	<title>Hebamme - Beruf und Berufung</title>
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	<description>über Historie, Ausbildung und Menschen</description>
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		<title>Hebammen &#8211; geschichtliche Hintergründe</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 16:43:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan.baader</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Berufsbild der Hebamme hat im Laufe der Geschichte eine interessante Entwicklung durchlaufen. War es Jahrhunderte lang ein traditioneller Frauenberuf, dessen Ausübung Männern nicht nur nicht möglich sondern zeitweise sogar verboten war, ist es heute auch den Männern erlaubt den &#8230; <a href="http://www.hebamme-bonn.de/hebammen-geschichtliche-hintergruende--12">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Berufsbild der Hebamme</strong> hat im Laufe der Geschichte eine interessante Entwicklung durchlaufen. War es Jahrhunderte lang ein traditioneller Frauenberuf, dessen Ausübung Männern nicht nur nicht möglich sondern zeitweise sogar verboten war, ist es heute auch den Männern erlaubt den Beruf des Entbindungshelfers zu erlernen.</p>
<p>Die Bezeichnung Hebamme leitet sich aus dem althochdeutschen ab. Das Wort Hev(i)anna bedeutete übersetzt „hebende Ahnin“ und bezieht sich auf die Großmutter des Säuglings, die oftmals bei seiner Geburt der Gebärenden beigestanden hat.</p>
<p>Erste Überlieferungen des Hebammenberufes stammen aus der griechischen Antike wo in Ephesos im 2. Jahrhundert nach Christus das erste, von Saranos niedergeschriebene Hebammenbuch veröffentlicht und auch ein Jahrhundert später noch herausgegeben wurde. <span id="more-12"></span></p>
<p>Da aber nur die wenigsten Menschen des Lesens und Schreibens mächtig waren, wurde bis über das Mittelalter hinaus das Fachwissen hauptsächlich noch mündlich überliefert und von Generation zu Generation auf diese Weise vermehrt und weiter gegeben.</p>
<p>Da <a href="http://www.pflegewiki.de/wiki/Hebamme" target="_blank">Hebammen</a> meist kräuterkundige Frauen waren und bisweilen ansonsten hilflosen Patientinnen zu einem, oftmals mit schweren Komplikationen verbundenen, Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft verhalfen, zogen sie sich im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit den Argwohn der Geistlichen auf sich. Sie wurden häufig die Opfer von Hexenverfolgungen, die auf dem Scheiterhaufen endeten, da ihnen nachgesagt wurde, sie seien mit dem Teufel im Bunde. Daher wurden ab dem frühen 14. Jahrhundert die Geburtshelferinnen von der Kirche zur Taufe verpflichtet.</p>
<p>Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert aus, wurden in Deutschland dem übrigen Europa erste Hebammenordnungen formuliert in denen die Aufgaben und die Bezahlung festgehalten wurden. Im gleichen Zeitraum wurden ebenfalls die ersten Geburtshelferinnen von den Städten und Gemeinden angestellt und es entstanden Lehrbücher, die für eine lange Zeit als Standardwerke galten.</p>
<p>Das Ärztehandwerk, das sich parallel dazu weiterentwickelte, legte den Geburtshelferinnen immer wieder Steine in den Weg. So war es im 16. und 17. Jahrhundert üblich, dass sich Arztgremien zusammen taten, um das Wissen der Hebammen auf die Probe zu stellen. Marie Louise Bourgeois, Hebamme am französischen Königshof, musste sich für ihr Handeln und das von ihr verfasste Hebammenlehrbuch rechtfertigen, als ihre Patientin, die Mutter des Thronfolgers, am Kindbettfieber starb. Es gelang ihr jedoch sich durch ihre jahrelange Berufserfahrung gegen Zweifler durchzusetzen. Ärzte waren bis ins 18. Jahrhundert noch selten bei Entbindungen anwesend. Ab dem 18. Jahrhundert hielten Entbindungsstationen in Krankenhäusern Einzug. Diese wurden zunächst nur von Männern geleitet, da es sehr selten war, dass Frauen in dieser Zeit Medizin studierten. Die ersten Hebammenschulen wurden ebenfalls in dieser Zeit gegründet. Die älteste Hebammenschule in Deutschland entstand 1751 an der Berliner Charité.</p>
<p>Obwohl es nun Geburtskliniken gab, war die Hausgeburt in Anwesenheit einer Hebamme noch immer am üblichsten. Bei Hausgeburten verstarben wesentlich weniger Frauen im Wochenbett als in den Krankenhäusern, da es dort noch recht unhygienisch zuging. Durch die erlassenen Hygienevorschriften und die Entwicklung des Kaiserschnitts gingen die Hausgeburten im 20. Jahrhundert zurück. Hebammen sind nach wie vor in Krankenhäusern und in privaten Geburtshäusern tätig. Die Ausbildung zur Hebamme bzw. zum Entbindungshelfer dauert heute 3 Jahre, bei bereits ausgebildetem Krankenpflegepersonal 2 Jahre und besteht aus Theorie und Praxis.</p>
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		<title>Hebamme – ein besonderer Beruf</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 10:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan.baader</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hebamme wird man nicht nur, um einen Beruf zu lernen, sondern weil man sich berufen fühlt. Anderen helfen, die in einer besonderen Lebenslage sind – das ist für viele Frauen Ansporn, sich für die dreijährige Berufsausbildung zu bewerben. Der Hebammenberuf &#8230; <a href="http://www.hebamme-bonn.de/hebamme-ein-besonderer-beruf--4">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hebamme" target="_blank">Hebamme </a>wird man nicht nur, um einen Beruf zu lernen, sondern weil man sich berufen fühlt. Anderen helfen, die in einer besonderen Lebenslage sind – das ist für viele Frauen Ansporn, sich für die dreijährige Berufsausbildung zu bewerben. Der Hebammenberuf vereint in sich viele ganz unterschiedliche Tätigkeiten, sodass man fast von mehreren Berufen in einem sprechen kann.</p>
<p>Als Hebamme arbeitet man dort, wo das Leben beginnt. Dort, wo ein Menschenleben startet, wo eine Familie entsteht, wo eine Frau Mutter und ein Mann Vater werden. Eine Geburt ist für alle Beteiligten bahnbrechend. Ein Ereignis, das alles aus den Fugen bringen kann und es nicht selten auch tut.</p>
<p>Als Hebamme hat man die wunderbare Aufgabe, diesen Anbeginn eines Menschenlebens zu schützen und zu unterstützen. Jede Geburt ist ein Neuanfang. In ihm liegt eine ganze Welt. Auch wenn jede Geburt einzigartig ist und die Akteure immer als Individuen gesehen werden, entwickelt die Hebamme so etwas wie Routine und kann damit denen, für die alles neu ist, Stütze sein. Sie kann beruhigen, wenn es aufregend wird, und kann ermutigen, wenn es schleppend wird.</p>
<p>Die Hebamme vereinigt in sich vielerlei Fähigkeiten und stärkt so die Kräfte der Menschen, die sich ihr anvertrauen. Alles baut auf dem großen medizinischen Fachwissen auf, das sich die Hebamme in ihrer Ausbildung oder in ihrem Studium erarbeitet. Darüber hinaus sammelt sie praktische Erfahrung in der Geburtshilfe und im Umgang mit Menschen. Je mehr sie von erfahrenen Hebammen und anderen Geburtshelfern lernen kann, je mehr klassische Geburtsverläufe und atemberaubende Wendungen sie miterlebt, desto sicherer wird sie in sich selbst.</p>
<p>Eine Hebamme hat keinen Nine-to-Five-Job. Kinder kommen nicht zur Welt, wenn es in den Terminkalender passt, sondern einfach dann, wenn es so weit ist. Als Stütze für die werdenden Mütter muss man an diesem Punkt eigene Befindlichkeiten oft zurückstellen. Eine Hebamme muss da sein, wenn sie gebraucht wird. Sie muss stark sein, wenn um sie herum alles schwach wird.</p>
<p>Sie muss das Vertrauen der Mutter in deren Kraft stärken und intuitiv das Richtige tun, wenn kaum Zeit zum Überlegen zu sein scheint. Das gelingt am besten, wenn Hebamme und Mutter sich bereits vor der Geburt in einem Gespräch oder im Geburtsvorbereitungskurs kennenlernen können.</p>
<p>Neben der klassischen Geburtshilfe und Nachbetreuung gehören Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse zum Aufgabengebiet einer Hebamme. Um alles unter einen Hut zu bekommen, ist ein großes Maß an Organisation gefragt.</p>
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